DJ, Producer & Multi-Instrumentalist: Quantic

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Der tanzorientierte Sound des britischen Musikers, Produzenten und DJs Will “Quantic” Holland verzaubert Fans auf der ganzen Welt seit fast zwei Jahrzehnten. Seine Kunstfertigkeit und die seltene Fähigkeit, elektronische Sounds mit dem Orchester zu verbinden, beweist er wieder einmal auf seinem aktuellen Album ‘Atlantic Oscillates’. Sein Musikstil ist dabei breit gefächert wie kein anderer: Soul, Jazz und Funk werden mit Disco und Elektro-Grooves vereint und mit Elementen aus den Stilrichtungen Downbeat, Ambient und Latin angereichert.

Aufgewachsen ist Will Holland in der UK und spielte dort als Gitarrist in verschiedenen Rockbands, bis er seine Liebe zu Broken Beats und House entdeckte. 2001 veröffentlicht er sein Debütalbum “The Fifth Exotic” (Tru Thoughts) , welches bereits seinen signifikanten Stilmix darbot. Kein Jahr später erschien bereits sein zweites Album “Apricot Morning“.

2003 kommt dann seine erste Veröffentlichung mit dem Projekt Quantic Soul Orchestra auf den Markt. Ohne Samples, nur mit eingespielten Instrumenten wird “Stampede” in einer sechsköpfigen Formation aufgenommen. Quantic, der selbst Gitarre, Bass, Kontrabass, Klavier, Orgel, Percussion und Saxophon spielt, wird auch bei weiteren Kompositionen den Großteil selbst einspielen. In unheimlich hohem Tempo und unter enormen Fleiß veröffentlicht Quantic 2003 nicht nur ein weiteres Projekt-Album gemeinsam mit dem Sänger Russ Porter, sondern 2004 auch ein weiteres Solo-Album – das dritte innerhalb von 4 Jahren.

Das zweite Album ‘Pushin On‘ des Quantic Soul Orchestra wurde ein Jahr später herausgegeben. Das Jahr 2006 erwies sich für Quantic als besonders produktiv, denn er veröffentlichte nicht nur ein Sammelwerk (One Offs, Remixes und B Sides), eine Neuauflage von ‘The 5th Exotic’, sondern auch ein weiteres neues Quantic-Album ‘An Announcement to Answer‘. 2008 arbeite er an ‘Death of Revolution’, einer Mischung aus Dub und Latin aus der 70er Jahre, was auch seine erste Veröffentlichung unter dem Namen ‘Flowering Inferno’ markierte. Er verwendete den gleichen Spitznamen für 2011s ‘Dog with A Rope’, während er unter dem Name Quantic mit dem Album ‘Look Around the Corner’, das er mit der Retro-Soul-Sängerin Alice Russel aufgenommen hatte, 2012 zurückkehrte. Außerdem veröffentlichte er ein selbstbetiteltes Debüt als Ondatrópica auf Soundway sowie das ‘Los Irreales’ Mixtape. Zwei Jahre später präsentierte Quantic ‘Magentica’, das erste Soloalbum nach sieben Jahren Pause.

Holland kehrte 2016 unter dem Namen Flowering Inferno zurück und veröffentlichte das Album ‘1,000 Watts’, das einen direkten Einstieg in den traditionellen Reggae-Sound darstellte, ergänzt durch ein zweites Ondatrópica-Album mit dem Titel ‘Baile Bucanero’. Im folgenden Jahr brachte er ‘Curio’ heraus, eine Zusammenarbeit mit der afro-kolumbianischen Combo Bárbaro-Sängerin Nidia Gongora. Nach seinem Umzug nach Brooklyn, New York, im Jahr 2015 und dem Bau seiner Selva Studios, stellte Quantic im Good Room von N.Y.C. eine neue Studioband zusammen, die tanzorientiertes Material und Konzepte ausprobierte.

Für sein aktuelles Album ließ sich Holland mehr Zeit. In Brooklyn sowie an der kolumbianischen Pazifikküste entwickelte er einen Sound, der seine eigene Liebe zum Reisen aufgreift und Lücken zwischen Kulturen und Genres schließt. Für “Atlantic Oscillations” versammelten sich zahlreiche Gastmusiker/innen und -sänger/innen, die mit ihren Jam-Session-artigen Momenten die Platte anreichern. Aus vielen Puzzleteilen fügt der Producer schließlich ein Album zusammen, das in seiner Bandbreite wie ein Sampler anmutet.

Das Album “Atlantic Oscillations” (Tru Thoughts) erschien am 21.06.2019.

Der gleichnamige Titelsong spiegelt die Disco-Vibes der Dance-Clubs von Brooklyn wider. Holland beginnt dabei mit einer selbsteingespielten, schlichten Bass-Spur und entwickelt dabei ein immer massiver werdendes Arrangement. Der Titel bezieht sich auf ein meteorologisches Phänomen, welches er aus einer E-mail seiner Mutter übernommen hatte:

“Früher hat mir meine Mutter immer irgendwelche Artikel und Newsmeldungen geschickt, von denen sie dachte, sie könnten mich interessieren. Und einmal war da einer über diese wetterbedingten Schwankungen im Nordatlantik dabei.”

Gleichzeitig verweist der Titel auf die Klanggeneratoren der Synthesizer, die Oszillatoren sowie auf seine Migrationsgeschichte.

Will Holland gilt heute zweifelsfrei als einer der talentiertesten und produktivsten Künstler in der Welt der alternativen Tanzmusik. Aktuell reist Quantic mit seiner ‘Atlantic Oscillations’-Live Tour durch Europa. Dabei wird er auch am 4. Dezember Halt in Köln (ausverkauft!) und einen Tag davor in Berlin machen. Mit im Gepäck hat er eine 5-köpfige Band um den unverwechselbaren Klang von ‘Atlantic Oscillations’ in voller Fülle wiederzugeben.

Tickets für die Show am 03. Dezember 2019 in Berlin gibt’s hier: Tickets

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